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28.07.15 | Kategorien: Aktuell, Artikel

Die Beauftragte für Kultur und Medien bereitet eine Novelle des Kulturgutschutzrechts vor. Die Tagespresse berichtete bereits vielfach, welche finanziellen Auswirkungen dies auf Sammler von wertvollen Gemälden haben wird. Bisher wenig erwähnt wird die Tatsache, dass auch die Sammler und Händler, die sich mit Objekten ab 100 Euro („archäologische Objekte“), resp. ab 2.500 Euro beschäftigen, von der neuen Gesetzgebung betroffen sein werden.

Besonders die neuen Sorgfaltspflichten, die bei einer Vernachlässigung von Seiten der Händler eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine erhebliche Geldstrafe nach sich ziehen können, sind enorm!

Wenn Sie sich genauer über den Inhalt des Gesetzes informieren wollen, würden wir Ihnen die Zusammenfassung in der MünzenWoche empfehlen.

http://muenzenwoche.de/de/page/4?&id=3535

Die Welt publizierte dazu einen ebenfalls einen äußerst kritischen Artikel, den Sie unter folgendem Link finden.

http://www.welt.de/kultur/kunst-und-architektur/article143806716/Denn-die-Gesetzgeber-wissen-nicht-was-sie-tun.html

Die Stellungnahme der Beauftragten für Kultur und Medien dazu ist hier.

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2015/07/2015-07-10-richtigstellung-kgsg-die_welt.html

Eines der wesentlichen Argumente der Beauftragten für Kultur und Medien ist die Behauptung, der IS würde sich über den Handel mit antiken Objekten finanzieren. Tatsächlich ist diese Behauptung bis heute nicht bewiesen und wahrscheinlich falsch.

Jedenfalls berichtete der Südwestfunk, dass nach Aussagen des amerikanischen Kulturattaches der US-Botschaft in Bagdad erst am 16. Mai 2015 der erste greifbare Beweis aufgetaucht sei, dass der IS sich mit Antikenhandel beschäftige. Die auf den Fotos zu sehenden Originale entsprechen nach Schätzungen von Fachleuten einem Marktwert von 2.500 bis 3.000 Euro, kaum genug Geld, um eine Terrororganisation zu unterhalten.

Hier kommen Sie zum Artikel und sehen Bilder des Beschlagnahmten.

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/vor-schwarzmarkt-gerettet-usa-finden-antikenschatz-in-haus-von-is-fuehrer/-/id=396/did=15833394/nid=396/rob84l/

Die International Association of Dealers in Ancient Objects hatte schon öfter hingewiesen, dass die in der Presse kolportierten Zahlen nicht mit der Realität übereinstimmen können.

Woher das Gerücht stammt, lesen Sie hier.

http://iadaa.org/de/keinerlei-beweise-f-r-eine-finanzierung-des-durch-den-antikenhandel

Der deutsche Kunsthandel hat in einem offenen Brief gegen den neuen Gesetzesentwurf Stellung genommen.

http://www.kunstleben-berlin.de/kulturgutschutzrecht/

 

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