Liebe Sammlerinnen und Sammler,

wie Sie bestimmt schon über die Tagesmedien erfahren haben, bereitet die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien eine Novelle des Kulturgutschutzgesetzes vor.

Betroffen sind von diesem Entwurf nicht nur Bilder oder Münzen, sondern auch Briefmarken im Wert von über 2.500 Euro. Für sie gelten erhöhte Sorgfaltspflichten, zu denen unter anderem gehört, dass Sie für 20 Jahre nachweisen können müssen, in welchen Sammlungen die Briefmarke aufbewahrt, in welchen Auktionen sie verkauft wurde.

Ferner kann die Regierung eine Privatsammlung als „nationales Kulturgut“ eintragen lassen, so dass jeder Export unmöglich wird und dem Sammler unter Strafandrohung erhebliche zusätzliche Pflichten aufgebürdet werden.

Dieser Gesetzesentwurf ist sehr umstritten, nicht nur wegen seines Inhalts, sondern auch wegen der undurchsichtigen Art, wie der Gesetzfindungsprozess gehandhabt wurde: Von Anfang an wurde der Handel systematisch von den Vorbereitungen des neuen Gesetzesentwurfs ausgeschlossen. So mussten Vertreter des Handels ihre Teilnahme an der vorbereitenden Konferenz im Auswärtigen Amt im Dezember 2014 erst mittels eines Schreibens an den Minister des Äußeren durchsetzen. Ferner liegt nach drei Monaten das Protokoll der mündlichen Anhörung vom 22. April 2015 zum neuen Gesetzesentwurf, bei dem der Handel sich sehr kritisch dazu äußerte, immer noch nicht vor, so dass die Minister, die demnächst über den Entwurf abstimmen werden, keinen Anhaltspunkt haben, wie die Vertreter des Handels zu diesem Gesetzesentwurf stehen.

Deshalb müssen wir ein gut sichtbares Zeichen setzen, dass die Hunderttausenden von Sammlerinnen und Sammler in diesem Land kein Kulturgutschutzgesetz wollen, das die bürokratischen Sorgfaltspflichten so unerfüllbar macht, dass jedes Sammeln unmöglich wird. Das neue Gesetz darf nicht der Grund dafür sein, dass Objekte, deren Provenienz nicht für die vergangenen 20 Jahre nachgewiesen werden kann, erheblich an Wert verlieren, zum Teil sogar überhaupt nicht mehr gehandelt werden können.

Bitte nehmen Sie deshalb teil an dieser online-Petition, deren Anliegen von uns ausdrücklich unterstützt wird. Es wird Sie nicht mehr als ein paar Minuten kosten. Sie können namentlich oder anonym unterzeichnen.

Informieren Sie Ihre Sammlerfreunde über diese Petition. Je mehr Menschen unterzeichnen, umso sicherer können wir sein, dass unser Anliegen wahrgenommen wird.

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