Bis heute ungelöst: Der Nahost-Konflikt (I)

Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, der rund 17 Millionen Menschen das Leben kostete. Gelernt haben diejenigen, die nach 1918 das politische Sagen hatten, daraus wenig. Der alliierte Sieg über die Mittelmächte mündete in den Pariser Vorortverträgen, die vor allem die Expansionsgelüste Frankreichs und Großbritanniens manifestierten. Die Wurzeln vieler nachfolgender Konflikte und Kriege lassen sich dorthin zurückverfolgen. Auch der Nahost-Konflikt, der bis heute nicht gelöst ist, hat seinen Ursprung in Versailles und den Folgeverträgen, die eine ganze Region unter zwei Ländern aufteilten, die dort nach eigenem Belieben regierten und ein riesiges Pulverfass schufen.

Bis heute ungelöst ist der Nahost-Konflikt, der sich auf vielfältige Weise philatelistisch dokumentieren lässt. Teil 1 schildert in der März-Ausgabe der Deutschen Briefmarken-Revue (ab Seite 42) die Vorgeschichte bis zu den Anfängen des britischen Palästina-Mandats.


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Naturschutz 1957: Bundespostminister watschte den Kunstbeirat ab!

Zum Welttierschutztag am 4. Oktober 1957 gab die Deutsche Bundespost eine zweiteilige Serie heraus, die eine lange Entstehungsgeschichte hatte. Ursprünglich gab es einen Künstler-Wettbewerb, aus dem der Kunstbeirat zwei Entwürfe auswählte. Bundespostminister Ernst Lemmer genehmigte diese aber nicht und bat stattdessen die Bundesdruckerei, die ursprünglich den Druckauftrag gar nicht bekommen sollte, um neue, naturalistischere Vorlagen. Der Erfolg gab ihm recht. Kaum eine andere Ausgabe hat in der damaligen Zeit so viel Zuspruch gefunden wie die Serie „Naturschutz“. Den Spekulationen in der philatelistischen Fachpresse über einen Nachdruck erteilte die Deutsche Bundespost eine Absage.

Dieser umfassende Artikel in der März-Ausgabe der Deutschen Briefmarken-Revue (ab Seite 36) bietet u.a. bisher unveröffentlichte Essays und Probedrucke zur Serie Bund MiNr. 274-275.


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Erinnerungen an Detlef Hilmer († 29. Januar 2014)

Völlig überraschend verstarb am 29. Januar 2014 Detlef Hilmer, den viele Philatelisten in aller Welt als „König der Ansichtskarten“ kannten. Geboren wurde er am 26. Januar 1942 in Brig/Schlesien, kam nach dem Zweiten Weltkrieg nach Göppingen und studierte Anfang der 1960er-Jahre Kunst. Im August 1968 begann er mit dem Briefmarkenhandel und übernahm – zusammen mit seinem Freund Rolf Müller 1973 das Traditionsgeschäft „Briefmarken Stolow“ am Marienhof in München. Zehn Jahre später ließ sich Hilmer mit einem noch heute bestehenden Ladengeschäft am Münchner Hauptbahnhof nieder, der fortan zur Anlaufstelle für Sammler aus aller Welt werden sollte. Der Laden blühte und gedieh und wurde zu einem der größten in Deutschland. Bei allen Freunden von Ansichtskarten, Ganzsachen und Bedarfspost war Hilmers Geschäft bekannt. In den letzten Jahren verlegte er sich mehr und mehr auf Banknoten, die er als Handelsware für sich entdeckt hatte und wurde auch hierbei zu einer ersten Adresse. Seine Kunden schätzten die familiäre Atmosphäre, den persönlichen Umgang, den locker-freundlichen Ton und das einmalige Ambiente. Hilmer wird der deutschen Philatelie fehlen.


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Neuauflage der ROSSICA im Oktober 2014 in Moskau

Nach dem Erfolg der ROSSICA 2013 tritt der Nationale Akademie der Philatelie in Russland mit einer weiteren Ausstellung vom 22. bis 25. Oktober 2014 wieder in Erscheinung. Diese Ausstellung findet im Gebäude des „Federation Council“ statt, dem Oberhaus des Parlamentes in Moskau. Passend zur Bedeutung des politischen Standortes ist das für die zugelassenen 1-Rahmen-Exponate gewählte Thema, das dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren gewidmet ist. Da Russland in diesem Jahr das „Jahr der Kultur“ feiert, findet zusätzlich eine internationale philatelistische Literatur-Ausstellung statt, die dem Motto „Philatelie, ein integraler Bestandteil der modernen Kultur“ folgen wird. Die AIJP, der Weltverband der Autoren und Philatelie-Journalisten, sowie die Europäische Akademie der Philatelie wurden bereits von Dr. A. Strygin, dem Präsidenten der russischen Akademie, um ihr Patronat angefragt. Der gewählte Ausstellungstermin ist – aus deutscher Sicht – für Teilnehmer wenig günstig, denn nahezu zeitgleich findet in Sindelfingen die nächste Internationale Briefmarkenbörse statt, zu der bekanntlich ebenfalls namhafte Aussteller und Experten aus aller Welt sich treffen.


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32. Internationale Briefmarken-Börse Sindelfingen: 12. MAMA – britische Gäste – internationaler Fachhandel

(gaf) Einmalig in Deutschland waren die Ergebnisse der Rangausstellung MAMA 2013 auf der Internationalen Briefmarkenbörse Sindelfingen. Von den 56 ausgestellten Sammlungen erhielten 32 Exponate eine Goldmedaille und 22 Exponate eine Vermeilmedaille zugesprochen. Dabei war die von Walter Marchard geleitete Jury hochkarätig besetzt. Auf der kommenden Internationalen Briefmarkenbörse Sindelfingen vom 23.–25. Oktober 2014 findet die 12. MAMA – Markgröninger Markenausstellung – im Rang 3 statt. Damit wird das Dutzend voll. Zum Einsatz kommen die modernen Stiftungsrahmen. Die Präsentation im Rahmen der Internationalen Briefmarken-Börse sowie die Lichtverhältnisse werden vom ausrichtenden Verein als hervorragend eingestuft. Die Ausstellungsunterlagen sind bei Walter Herzog, Breslauer Str. 23, 71701 Schwieberdingen walter.hg@web.de erhältlich. Anmeldeschluss ist der 10. Juni 2014.
Der Termin der kommenden Internationalen Briefmarken-Börse Sindelfingen steht bereits fest im Terminkalender vieler Sammler: 23. bis 25. Oktober 2014. Verbindlich ihre Beteiligung am internationalen Wettbewerb „Postgeschichte – live“ zugesagt hat die renommierte Royal Philatelic Society London (RPSL). Die postgeschichtliche Ausstellung wird zudem erstmals durch einen Ein-Rahmen-Wettbewerb erweitert. Im Jugendbereich ist das Thema Fußball als Schwerpunkt geplant. Für Fragen rund um die Organisation der Messe, einschließlich Standbuchungen, zeichnet Jan Billion verantwortlich. info@briefmarken-messe.de


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AIJP-Journalistenverband mit sattem Zuwachs 2013!

(wm) 2013 war für die AIJP, dem Weltverband philatelistischer Autoren und Journalisten, erneut ein rekordverdächtiges Zuwachsjahr. Selbst „abgangsbereinigt“ dürfte der Zugang neuer Mitglieder bei weit über 10 Prozent liegen, denn immerhin fanden 62 Neumitglieder den Weg zu diesem Verband. Die Schwerpunkte der Verbandsarbeit wurden 2012/2013 mehrfach bei großen internationalen Ausstellungen deutlich: Im November 2012 bei der IPHLA in Mainz, im September 2013 bei der ROSSICA in Moskau und zuletzt bei der Sonderausstellung Internationaler Philatelistischer Literatur bei der MONACOPHIL im Dezember 2013. Allein in Monte-Carlo traten nahezu 20 neue Mitglieder in die AIJP ein. Für philatelistische Verbände sind solche Zuwachszahlen höchst ungewöhnlich. AIJP-Präsident Wolfgang Maassen interpretiert die Ergebnisse denn auch recht vorsichtig: „Wir haben uns in den letzten 18 Monaten weltweit engagiert, zu Gunsten der Autoren und Literatur-Spezialisten. Wir haben viel Unterstützung von anderen Verbänden und namhaften Vereinen erfahren, so dass wir dankbar sein müssen für das Erreichte, uns darauf aber nicht ausruhen können.“ Wie die AIJP mitteilte, wird sie 2014 bei der Multilateralen Ausstellung in Haldensleben, vielleicht sogar im Oktober erneut in Russland bei einer Literatur-Ausstellung aktiv. Näheres über die AIJP erfahren Interessenten auf der Internetseite www.aijp.org bzw. auch direkt von W.Maassen@aijp.org


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Vor 50 Jahren (Ein Zeitdokument)

(Dr. Ernst Schlunegger) Es sind genau 50 Jahre her seit der Postaufgabe des vorliegenden Umschlages. Er enthielt das gedruckte Mitteilungsblatt NAVICULA Nr. 8 der FIPCO-Arbeitsgemeinschaften III c/2 «Schiffe & Schifffahrt» und IVa «Medizin». Der Absender wurde von der Behörde in der DDR als «Firma» eingestuft, die Einfuhr des Mitteilungsblattes im Umfang von 16 Seiten war nicht genehm. Nicht eingeschriebene Sendungen in die DDR erreichten den Empfänger auch nicht, doch wurde dann ein Ausweg gefunden, indem solche Mitteilungsblätter an eine Kontaktadresse in Ungarn gesandt wurden, und das dort ansässige Mitglied konnte dann die Sendung ohne Probleme in die DDR weiterleiten.
Auf der anderen Seite erinnern wir uns, dass in jener Zeit die Deutsche Bücherei Leipzig (Nationalbibliothek) immer Gratisbelegexemplare unserer Broschüren und Publikationen anforderte.
Im Herbst 1964 wurde ja dann die FIPCO, wie der internationale Motivsammler-Verband hiess, aufgelöst und die Motivkommission der FIP inkorporiert. Aus den Arbeitsgemeinschaften wurden die FIP-Motivgruppen.
Das Mitteilungsblatt NAVICULA gibt es heute noch, mit Nr. 297 im 55. Jahrgang, mit insgesamt rund 11‘000 Seiten. Die Leitung der Motivgruppe steht seit 1974 unter Ing. Ingo Maahz aus Südbrookmerland.


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Abstimmung über „Anschluss“: Rasches Zusammenwachsen machte Österreich-Ausgabe überflüssig

Wer in den Katalogen durch die Ausgaben des Dritten Reiches blättert, hat sich sicherlich schon einmal gefragt, warum die Deutsche Reichspost die 6-Rpf-Sondermarke zur „Volksabstimmung in Österreich“ 1938 in zwei Versionen herausgebracht hat, die sich in einigen Details unterscheiden und deshalb nach zwei Hauptnummern verlangen. Hatten die Reichsdruckerei in Berlin und die Staatsdruckerei in Wien nicht genug Kapazitäten, um alleine eine Ausgabe für das – jetzt um die sogenannte Ostmark – vergrößerte Reichsgebiet zu produzieren? Waren technische Gründe oder Probleme bei der Materialbeschaffung die Ursache? Die Erklärung, die die Kataloge nicht liefern, ist simpel: Ursprünglich waren tatsächlich zwei Versionen – eine für das Deutsche Reich und eine für Österreich – vorgesehen, die in der Inschrift und in der Währung voneinander abwichen!

Dieser umfassende Artikel in der Februar-Ausgabe der Deutschen Briefmarken-Revue (ab Seite 25) bietet u.a. bisher unveröffentlichte Essays und Probedrucke zur Serie DR MiNr. 662-663.


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Neuer Trend: Haben Sie schon alles entdeckt, was in Ihren Belegen steckt?

Als Sammler von Belegen freut man sich über jedes neue Stück, doch häufig wird es innerlich nur „abgehakt“ und landet dann relativ schnell im Album, wo es sein Dasein fristet. Wer versucht, mehr aus seinen Belegen herauszuholen, wird immer wieder verborgene Geschichten entdecken, die einem selbst nicht nur Spaß machen und das eigene Wissen erweitern, sondern die sich auch Dritten gut vermitteln lassen. Dieser Sammelansatz der „Social Philately“ findet auch im deutschsprachigen Raum immer mehr Anhänger.

Drei Beispiele in der Februar-Ausgabe der Deutschen Briefmarken-Revue (ab Seite 40) zeigen, wie man selbst aus modernen Belegen interessante Geschichten herausholen kann.


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Verleihung des 1. CG Awards während der Monacophil: Internationaler CG Förderpreis Philatelie des Auktionshauses Christoph Gärtner

(kw) Während der Moncophil wurde am 6. Dezember 2013 im Top Car Collections Museum erstmals der CG Award vergeben. Der Förderpreis dient der Förderung und Erhaltung der philatelistischen Forschung und des philatelistischen Wissens. Er richtet sich weltweit an Arbeitsgemeinschaften, Vereine, Verbände, Clubs sowie Herausgeber philatelistischer Zeitschriften und Mitteilungsblätter, die mindestens ein Mal pro Kalenderjahr ein Periodikum veröffentlichen. Teilnahmeberechtigt waren alle Publikationen die zwischen dem 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 erschienen sind.
Rainer von Scharpen, Generalsekretär der AIJP, BDPh e.V. und Leiter der Bundesstelle Literatur, erläuterte als Mitglied der 8-köpfigen international besetzten Jury die Zielsetzung des CG Förderpreises Philatelie, der sich von Literaturpreisen unterscheidet, da er auch Online-Publikationen und das Thema Jugendförderung sehr stark berücksichtigt. Er verwies nochmals auf das unabhängige Urteil der Internationalen Jury.
Die weiteren Jurymitglieder sind: Koh Seow Chuan, Singapore, ehemaliger FIP-Präsident; Richard Johnson, Südafrika, Präsident IFSDA; Prof. Dr. Damian Läge, Schweiz, ehemaliger Vorsitzender FIP Thematik Kommission; Patrik Maselis, Belgien, Président Club de Monte-Carlo; Wayne Menuz, USA, 1st Vice-President United Postal Stationery Society; Henk Slabbink, Belgien, Président Academie Européenne de Philatélie; Walter Marchart, Deutschland ehemaliger Vize-Präsident BDPh e.V.
Jedes Jury-Mitglied urteilte für sich und vergab seine Punkte ohne Absprache mit den anderen Juroren. Per Computer wurde dann die Durchschnittspunktzahl errechnet und somit die Preisträger ermittelt.
Insgesamt 46 Publikationen waren eingereicht worden, und die Jury lobte die Vielfalt und die Qualität der Exponate. Der Auktionator und Preisstifter Christoph gab offiziell die 10 Preisträger für das beste Gesamtobjekt „Druck, digitale Medien und Nachwuchsförderung“ bekannt und überreichte zusammen mit Rainer von Scharpen den 1. Preis, dotiert mit 3.000,- Euro, an Claus Schmidt von der Forschungsgemeinschaft China Philatelie für das Magazin „China Philatelie“.
Den 2. Preis, dotiert mit 600,- erhielt die Motivgruppe Musik e.V. für „Der Musikus“, der 3. Preis, dotiert mit 300,- Euro ging an die Poststempelgilde e. V. für den „Gildebrief 240“. Der 4. bis 10. Preis war jeweils mit 150,- Euro dotiert. Der 4. Preis ging an die Arbeitsgemeinschaft Bayern (klassisch) im BDPH e.V. für den „Rundbrief September“, der 5. Preis an die Hong Kong Philatelic Society für „The Hong Kong Philatelic Society Journal“, der 6. Preis an die Motivgruppe Ornithologie e.V. für „Rundbrief der Motivgruppe Ornithologie e.V.“, der 7. Preis an die Arbeitsgemeinschaft der Sammler deutscher Kolonialpostwertzeichen e.V. für „Berichte für Kolonialbriefmarkensammler“, der 8. Preis an die Arbeitsgemeinschaft Ungarn e.V. im B D Ph e.V. für „das ARGE UNGARN Jahrbuch 2013“, der 9. Preis an die Royal Philatelic Society of London für “The London Philatelist”, der 10. Preis an die Arbeitsgemeinschaft Norddeutscher Postbezirk e.V. für den Rundbrief der Arge NDP Nr. 91.
Über den Sonderpreis „Digitale Medien“, dotiert mit 1.500,- Euro, freute sich der Herausgeber Wolfgang Maassen für seine Zeitschrift PHILA HISTORICA. Den Sonderpreis „Jugendarbeit, Nachwuchsförderung und Öffentlichkeitsarbeit“, dotiert mit 750,- Euro nahm Takashi Yoshida, Stampedia Inc., für „Stamp Club“ persönlich entgegen.
Die Verleihung des nächsten CG Awards ist auf der Internationalen Briefmarkenbörse in Sindelfingen im Oktober 2014 vorgesehen. Bewerber können sich über www.cg-award.com ab Februar 2014 anmelden.


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