Privatpost: Briefmarken mit flotten Sprüchen

Für den Fall, dass Ihnen ab und zu mal die Worte fehlen, hat sich der private Postdienstleister „Brief und mehr“ aus Münster jetzt zehn bunte Briefmarkenmotive einfallen lassen. Darauf zu lesen sind Sprüche für verschiedenste Gelegenheiten – jeweils mit einem gewissen Augenzwinkern. „Lassen Sie ab sofort Marken für sich sprechen“, bewirbt der Privatpost-Anbieter seine neue Kollektion. Die Palette reicht von „Dein Lächeln leuchtet heller als alle Sterne zusammen“ über „Ich bin schuld!“ bis hin zu „Schön, dass ich mich gemeldet habe!“. Auch ein schlichtes „offline“ oder ein „Ich bin da!“ finden sich in der Ansammlung. Informationen zur Serie sowie Abbildungen aller zehn Motive finden Sie auf der Internetseite des Fachmagazins „Briefmarken Spiegel“ (hier klicken).


Lufthansa-Serie 1955: „Wenig erfreut, die Marken selber schneiden zu müssen“

Der 1. April 1955 markierte ein historisches Ereignis in der Luftfahrtgeschichte Westdeutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg: Die neue Deutsche Lufthansa eröffnete vom Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel aus mit vier Maschinen vom Typ Convair CV-340 den planmäßigen Linienluftverkehr innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Die Erstflugbelege konnten bereits mit vier Sonderbriefmarken frankiert werden, die das Emblem der Lufthansa zeigen, denn die Deutsche Bundespost hatte am 31. März 1955 eine Serie aus diesem Anlass herausgebracht. Der enge Produktionsplan ging allerdings auf Kosten der Qualität – sehr zur Freude der Spezialsammler!

Hintergründe aus den Postakten im Bundesarchiv und bisher unveröffentlichte Fotos aus dem Archiv für Philatelie gibt es in der Juni-Ausgabe der Deutschen Briefmarken-Revue (ab Seite 36) zur Serie Bund MiNr. 205-208.


65 Jahre UNTSO(P): Neutraler Partner für alle Konfliktparteien (I)

Am 29. November 1947 traf die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine weitreichende Entscheidung, die sich bis in die Gegenwart auswirkt: Mit deutlicher Mehrheit votierte sie für eine Teilung des ehemaligen Mandatsgebietes Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat. Nach Abzug der Briten brach der erste israelisch-arabische Krieg aus, in dem die Vereinten Nationen vermittelten und in Folge dessen den ersten UN-Einsatz ins Leben riefen. Die Organisation zur Überwachung des Waffenstillstandes in Palästina [United Nations Truce Supervision Organization (for Palestine) = UNTSO(P)] nahm am 11. Juni 1948 ihren Dienst auf. Nach mehreren Kriegen und der Anpassung ihres Auftrages sind auch heute noch, 65 Jahre später, rund 150 Militärbeobachter im Einsatz.

Der Dreiteiler in der Juni-Ausgabe der Deutschen Briefmarken-Revue beginnt mit den historischen Voraussetzungen und der Entstehung der ältesten UN-Truppe (ab Seite 42).


PHILA HISTORICA: Ausgabe 2/2013 liegt vor!

Zwei Monate nach Erscheinen der bereits knapp 200 Seiten umfassenden Erstausgabe Mitte März liegt nun die zweite Ausgabe mit mehr als 250 Seiten vor. Mehr als 150 Seiten bieten neue Fachbeiträge zur Philatelie- und Literaturgeschichte. Wolfgang Maassen stellt die legendären Raritäten-Facsimiles der Gebr. Senf von 1884 vor, beschreibt die ersten Ausstellungsmedaillen der Philatelie, die Verdienste von Dr. Franz Kalckhoff und Dr. Herbert Munk um die internationale Verständigung und er präsentiert eine unbekannte „Bildstrecke“ zu den Mitgliedern des Internationalen Postwertzeichen-Händler-Vereines aus dem Jahr 1910. Heinrich Mimberg porträtiert die „Hessen-Sammlung“ von Dr. Wilhelm Berchelmann und Peter Fischer das frühere „Institut für Philatelie“ in Cottbus. Brian Birch stellt sich der Frage nach der wirklich erstmals 1863 erschienenen Fachzeitschrift der Philatelie, Rudolf Buschhaus vermag eine weitgehende unbekannte Zeitschrift für Literatursammler aus dem 19. Jahrhundert zu beschreiben, während Hans Schwarz das 125-jährige Jubiläum der „Schweizer Briefmarken-Zeitschrift“ angemessen würdigt. Erstmals in vollständiger Form wird die kritische Sichtung Gerd H. Hövelmanns zu den Vineta-Beiträgen von Ernst M. Cohn wiedergegeben. Cohn hatte vor ca. zehn Jahren mit seinen unbewiesenen Thesen und Unterstellungen für viel Aufsehen gesorgt. Ebenso eine Art „Unikat“ ist Wolfgang Maassens Abhandlung über ein unbekanntes Permanent-Album von Hugo Krötzsch 1893, vielversprechend auch der Versuch weltweiter Erfassung philatelistischer Literatur mit dem GPL-Projekt, den Maassen näher – auch mit seinen möglichen Folgen – beschreibt und diskutiert. Unter den umfangreichen Rezensionen und Inventarisierungen im Anhang sticht eine Arbeit von Hans-Jürgen Dobiat besonders hervor, denn dieser katalogisiert am Beispiel des Bestandes der Philatelistischen Bibliothek Wuppertal die ihm vorliegenden und bekannten „name sales“ zu den altdeutschen Sammelgebieten auf rund 50 Seiten. Die Vorschau gegen Schluss verspricht auch für die künftigen Ausgaben dieser neuen kostenlosen Zeitschrift Verheißungsvolles.

Die neue Ausgabe PHILA HISTORICA Nr. 2/2013 ist – wie auch die erste Ausgabe 1/2013 – einfach und direkt von der Internetseite der Firma Phil*Creativ unter www.phil-shop.de im Bereich Literatur oder direkt unter dem Link http://www.phil-shop.de/Philatelistische-Literatur/Phila-Historica:::1_41.html
kostenlos herunterzuladen. Eine Registrierung bei dem Herausgeber (w.maassen@philcreativ.de) wird empfohlen, denn dann erhält man bei Erscheinen jeder neuen Ausgabe eine kurze Hinweismail, so dass man immer zeitnah über das aktuelle Geschehen und Neuerscheinungen informiert ist.


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Verleihung der Gustav-Kobold-Medaille 2012

(mg) Die Gustav-Kobold-Medaille 2012 wurde Horst Lüddicke aus Leipzig verliehen. Auf der Jahreshauptversammlung von Infla Berlin am 11./12. Mai 2013 wurde die Verleihung mit einer Laudatio von Infla-Vorstand Michael Grätz begleitet, in der es hieß:
Die Gustav-Kobold-Medaille, die höchste Auszeichnung die Infla Berlin zu vergeben hat, wird für besondere Verdienste um die Erforschung deutscher Sammelgebiete und insbesondere für die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse verliehen. Diese Voraussetzungen erfüllt der heute zu Ehrende in besonderem Maße. So findet man kaum ein Exemplar der Infla- Berichte aus den letzten Jahren ohne einen Beitrag aus seiner Feder. Ob Artikel zu Behelfs- und Nachentwertungen, zu den Gebührenzetteln von Vreden, zum Aufbrauch von Inflationsmarken auf Schiffspostbelegen, zu Nachläufern der Dezemberbriefe oder zur Marineschiffspost in der Inflationszeit, um nur einige Themen zu nennen – immer wieder lässt ihr Autor den interessierten Leser an seinem immensen Wissen teilhaben.
Seit seinem 10. Lebensjahr sammelt er Briefmarken, zur Inflationsphilatelie fand er durch einen Onkel, der ihm eine Handvoll hochfrankierter Briefe schenkte. Als er 1990 Mitglied von Infla Berlin wurde, blickte er bereits auf viele Jahre Vereinsmitgliedschaft in seiner Heimatstadt Leipzig zurück. Mitgliedschaften in weiteren Arbeitsgemeinschaften wie Zensurpost, Schiffspost, Preußen, Kontrollrat und Notmaßnahmen sind Zeichen der großen Bandbreite seines Interesses. Seit 2007 ist er Mitglied im Weltverband der Autoren und Journalisten der Philatelie (AIJP).
Auch als Aussteller hatte er großen Erfolg: Im Laufe von 20 Jahren gestaltete er 20 verschiedene Exponate, davon 17 zum Thema deutsche Inflation. Diese wurden bis heute 103mal ausgestellt, davon 20mal international. Auch dies muss ihm erst einmal einer nachmachen.
Gustav Kobold hat durch sein Werk „Inflationsbriefe sind Belege zur deutschen Post-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte“ nicht nur dem heutigen Preisträger, sondern auch mir und sicherlich vielen anderen der heute Anwesenden den Anstoß gegeben, sich intensiv mit der deutschen Inflationsphilatelie zu beschäftigen. Ich freue mich, dass wir auch 2012 einen würdigen Preisträger für die Medaille gefunden haben, die den Namen und das Konterfei von Gustav Kobold trägt. Es ist (und viele werden es schon erraten haben) Herr Horst Lüddicke aus Leipzig. Herzlichen Glückwunsch.


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BRASILIANA 2013 öffnet sich für „Moderne Philatelie“!

(wm) Die Ausstellungsleitung informierte die Sammler aus vielen Ländern über eine jüngst vorgenommene Erweiterung der bereits jetzt vorgesehenen Wettbewerbsklassen um eine Klasse 13 (Moderne Philatelie des 21. Jahrhunderts). Diese Klasse soll in besonderer Form unter Beweis stellen, dass man auch mit „modernem“ Material (ab 2001 bis heute) interessante Sammlungen gestalten kann. Drei Untergruppen dieser Klasse sind dafür vorgesehen: a) Traditionell, also nach Art der Ländersammlungen, b) Postgeschichte, c) Ganzsachen. Umfang der Exponate: Drei oder fünf Rahmen. Kosten: Je Rahmen 50 US-Dollar. Die näheren Bestimmungen sind in englischer Sprache erhältlich bei w.maassen@philcreativ.de, also bei dem deutschen Kommissar des BDPh. Interessenten werden gebeten, sich bei ihm zu melden. Die Anmeldefrist läuft nur bis zum 31. Mai 2013.
Text der Originalmitteilung des Organisationskomitees:
We are pleased to inform that we have included Class 13 Modern Philately (of the 21th century) as one of four Competitive Classes:
Class 13; Modern Philately (of the 21st Century)
The objectives are to encourage collectors of Modern Philatelic materials to exhibit at the highest level and to demonstrate to Postal Administrations that are extensive bodies of philatelists who collect and study materials issued by them in the 21st century (2001-today).
The organizing committee is making this class available for exhibits complying with the special regulations for (A) Traditional, (B) Postal History and (C) Postal Stationery.
Qualifying exhibits for this promotional class must contain philatelic material issued by Postal authorities in the 21st century. Stamp series of philatelic topics chosen for this class which were substantially issued on/after 2011 are qualified as topics for the promotional class.
Promotional class exhibits will be judged according to the respective SREVs currently in force for the above mentioned classes.
The distribution of points available recognize that Modern Philatelic material is worthy of study and in many instances is difficult to acquire, treat and present while the short passage of time since their issue has not provide an accurate indication of importance or rarity.
FIP medals will be awarded to the appropriate exhibit and they will be recorded in the FIP Awards records. Certificate of Participation will be given to exhibits attaining less than 60 points.
Acceptance of entry into promotional class for BRASILIANA 2013 will be based on the recommendation of national commissioners and at the discretion of the BRASILIANA 2013 Organizing Committee. Exhibitors are entitled to apply for 3 or 5 frames per exhibit. Acceptance of any entries in the promotional class will not preclude acceptances of entries in any other class. All other requirements of the IREX will apply.
Frame fee: US$ 50 per frame
The BRASILIANA’s committee is extending the submission deadline for the application forms, only for Modern Philately, to May 31.
Reinaldo Macedo
General Secretary


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ArGe Tschechoslowakei mit eigener Briefmarke!

(hl) Ihr 44. Jahrestreffen hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Tschechoslowakei im BDPh vom 9.–12. Mai in Soltau in der Lüneburger Heide durchgeführt. Aus diesem Anlass wurde ein individualisierter Kleinbogen der Tschechischen Post herausgegeben. Der Bogen enthält neun Marken für den Postversand ins Europäische Ausland („E“)mit dem Motiv „Rose über Prag“ sowie neun Felder mit dem Motiv der ersten tschechoslowakischen Markenserie (Hradschin) und dem Hinweis auf die Versammlung der ArGe Tschechoslowakei. Außerdem gibt es 2 Felder mit dem Wappen der Stadt Soltau.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Tschechoslowakei vereint Sammlerinnen und Sammler, die sich mit der Philatelie der ehemaligen Tschechoslowakei befassen, und zwar von der Vorphilatelie und der Zeit der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie über die zwei tschechoslowakischen Republiken vor und nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart der Tschechischen und Slowakischen Republik. Auch die Periode von 1938–45 (Sudetenland,Protektorat „Böhmen und Mähren“, Slowakischer Staat) wird von vielen ArGe-Mitgliedern bearbeitet. Die ArGe hat zur Zeit etwa 140 Mitglieder und unterhält eigene Sektionen in Österreich und Dänemark. Außerdem kooperiert sie mit Schwesterorganisationen in Tschechien, Ungarn, Großbritannien, den Niederlanden und den USA.
Weitere Informationen, insbesondere für mögliche Interessenten an einer Mitgliedschaft, und Möglichkeiten der Kontaktaufnahme finden sich auf der Internetseite der ArGe unter www.arge-tschechoslowakei.de. Der Kleinbogen kann von Interessenten bestellt werden beim Vorsitzenden der ArGe: Hartmut Liebermann, Auf der Haar 2, 48683 Ahaus oder unter Vorsitzender@arge-tschechoslowakei.de


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23. Internationale Briefmarken-Messe Essen: Großer Auflauf für Uli Stein!

(jb/dbr) Prominenter Gast auf der 23. Internationalen Briefmarken-Messe in Essen vom 2. bis 4. Mai 2013 war der Comiczeichner Uli Stein. Deutschlands bekanntester Cartoonist gab am Eröffnungstag eine Autogrammstunde auf dem Großstand der Deutschen Post, die zu einem solchen Andrang führte, dass nicht alle Signierwünsche erfüllt werden konnten. Kurz zuvor waren die drei von ihm gestalteten Sport-Zuschlagsmarken durch das Bundesministerium der Finanzen vorgestellt worden. Die kostenlos an die Besucher verteilten Klappkarten eigneten sich ideal für die Unterschrift des Zeichners.
Neben den Sport-Briefmarken wurde auch das Sonderpostwertzeichen „Europa – Postfahrzeuge“ am 2. Mai im Rahmen einer gut besuchten Veranstaltung öffentlich vorgestellt. Diese Briefmarken-Neuheiten und die beiden dazu passenden Sonderstempel waren der Renner an den Sonderschaltern der Deutschen Post. Interessanter Weise lief bei den Sportmarken nicht nur der niedrigste Wert zu 58+27 Cent. Auch die beiden anderen, mit 90+40 und 145+55 Cent deutlich höheren Nominalen wiesen kaum geringere Verkaufszahlen auf. Gut nachgefragt wurde außerdem die Messe-Ganzsache, die ebenfalls eine Illustration von Uli Stein trägt.
Die älteste Briefmarken-Messe der Welt, die seit 1976 in Essen durchgeführt wird, bot wieder ein breit gefächertes Angebot weltweiter Philatelie mit einem hohen Anteil ausländischer Aussteller. Der Besucherzuspruch, insbesondere am Eröffnungstag, war groß. Insgesamt 14 500 Besucher bedeuteten ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der Messe-Katalog war bereits Samstagmorgen vergriffen. Dementsprechend erfreut waren die Anbieter. Die knapp 40 ausländischen Postverwaltungen von Åland bis Weißrussland zeigten sich zufrieden bis sehr zufrieden mit dem Geschäft. Auch die rund 100 Fachhändler, Auktionatoren und Verlage berichteten von guten bis sehr guten Umsätzen.
78 Top-Sammler aus 16 Nationen fieberten dem Festabend entgegen, auf dem in acht Kategorien die Europameister für Thematische Philatelie gekürt wurden. Gesamtsieger wurde der Deutsche Lutz König mit einer Sammlung über Tauben. Im nächsten Jahr wird dann wieder die Deutsche Meisterschaft für Thematische Philatelie in Essen ausgerichtet.
Entgegen einiger Gerüchte findet die 24. Internationale Briefmarken-Messe zu dem seit Jahren angekündigten Termin vom 8. bis 10. Mai 2014 statt! Trotz der terminlichen Überschneidung mit der interpack in Düsseldorf stehen den Besuchern und Ausstellern ausreichend günstige Hotelquartiere zur Verfügung.
Aktuelle Informationen findet man im Internet unter www.briefmarkenmesse-essen.de


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Der BPP meldet

Neue E-Mail-Adresse von BPP-Prüfer Pieles: Roland Pieles: psywarstamps@gmail.com


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Auktionatorenlegenden: Hartmut C. Schwenn und Wolfgang Jakubek beim „100 Jahre-Köhler-Symposium“ in Wiesbaden

(wm) Vom 25. bis 26. Mai 2013 erwartet Besucher des vom CONSILIUM PHILATELICUM in Wiesbaden organisierten Symposiums „Heinrich Köhler. Seine Zeit und seine Nachfahren“ weit mehr als trockene Geschichte oder gar Vergangenheitsbewältigung. Im Blickpunkt dieser Tagung – sie findet an „historischer Stätte“ im Auktionssaal des Hauses Heinrich Köhler statt – stehen Zeitzeugen, also Menschen, die Kenner und Könner, namhafte Vordenker und erfahrene bewährte Macher ihrer jeweiligen Zeit waren und sind. Gerade Hartmut C. Schwenn – zu seinem Auktionsimperium zählte in den 1960er-Jahren auch das Auktionshaus Heinrich Köhler, das er von Henriette Grosse, Heinrich Köhlers jüngerer Tochter, 1966 übernommen hatte – hat Geschichte der Philatelie geschrieben. Er war der Senkrechtstarter der Branche, einer Ära, die 1970 abrupt endete, bevor der ebenso unvergessene Volker Parthen das Steuer im Haus Köhler übernahm. Mehr aus erster Hand und berufenem Munde zu erfahren hat man in Wiesbaden bei diesem 2-Tage-Symposium Gelegenheit! Claudia Parthen, Hans-Joachim Büll (Köhler-Berlin) und Wilhelm van Loo (Köhler-Preis BPP) sind ebenfalls mit von der Partie und sie alle können als Insider erzählen, wie die Geschichte ihren Lauf nahm.
Dies und vieles mehr wird das Jubiläums-Symposium präsentieren, dank Wolfgang Jakubek, „Mr. Mauritius“ und ehemaliger Starauktionator aus Berlin und Hamburg, eben auch ein Zeitzeuge, der selbst noch nach dem Krieg als „junger Steppke“ im Haus Köhler eingekauft hat. Speziell zu diesem Symposium wurde ein 10-Rahmen-Exponat zur Erinnerung an Heinrich Köhler und seine Zeit von Heinrich Mimberg (AIJP) gestaltet, das erstmals mit seinen vielen unbekannten Fotos und Belegen zu sehen sein wird. Folgendes Gesamt-Programm ist geplant:
Samstags: 25. Mai 2013
10.00 Führung durch die Sammlung „100 Jahre Heinrich Köhler“
11.00 Symposium des Consilium Philatelicum. Eröffnung
11.15 Heinrich Köhler und seine Zeit. Biografische Notizen (Wolfgang Maassen)
12.00 Heinrich Köhler. Die frühe Zeit. Eine Foto-Reportage (Heinrich Mimberg)
12.30–14.00 Mittagpause mit kleinem Lunch im Hause
14.00 Die Ära Hartmut C. Schwenn (Hartmut Schwenn/Wolfgang Maassen)
15.00 Die Ära Volker Parthen (Claudia Parthen/Wolfgang Maassen)
15.30 Erinnerungen … Würdigungen von Zeitzeugen und Gästen
17.00 Ende Symposium, Teil 1
Sonntags: 26. Mai 2013
10.00 Heinrich Köhler Berlin (Hans-Joachim Büll)
10.45 Der Heinrich-Köhler-Preis (Wilhelm van Loo)
11.15 Die Ära AFINSA. Der Übergang (Claudia Parthen/Dieter Michelson)
11.30 Die AFINSA-/ESCALA … Zeit (Dieter Michelson)
12.00 Kaffeepause
12.15 Das neue „Global auction network“ (Karl Louis)
12.45 Zusammenfassung
13.00 Ende des Symposiums
Veranstaltungsort: Auktionshaus Heinrich Köhler, 65183 Wiesbaden, Wilhelmstr. 48
Tel. 06 11/3 93 81, Fax 06 11/3 93 84, E-Mail: auction@heinrich-
koehler.de
Generelles
Die Veranstaltung ist dank der Unterstützung der Fa. Heinrich Köhler kostenfrei, eine freiwillige Spende ins „Sparschwein“ des Consilium Philatelicums wird aber erbeten. Da die Platzzahl beschränkt ist, wird um umgehende Anmeldung gebeten. Erst mit der Bestätigung ist die Teilnahme verbindlich gebucht.
Anmeldungen sind ausschließlich zu richten an das Consilium Philatelicum, Wolfgang Maassen, c/o Phil*Creativ Verlag, Vogelsrather Weg 27, 41366 Schwalmtal, Tel. 0 21 63/4 97 60, Fax 0 21 63 / 3 00 03, E-Mail: W.Maassen@philcreativ.de


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